Wenn Haarausfall die Seele von Frauen belastet, ist guter Rat nötig

Frankfurt, den 30.09.2008 – Kaum einem Körperteil wird so viel Beachtung geschenkt wie dem Kopf und seiner darauf wachsenden Haarpracht. Glänzendes, gesundes Haar gilt bei Frauen als Symbol für Weiblichkeit und Schönheit. Verliert es an Dichte und wird dünner, reagieren viele Frauen mit Kummer bis hin zu innerem Rückzug. Dies ist aber genau die falsche Reaktion: Denn nur wer sein Problem anspricht, wer sich Rat von Experten holt, kann gezielt gegensteuern. Kompetenten Rat finden Betroffene zum Beispiel in Apotheken mit geschultem Fachpersonal. Und mit der Hilfe kommt auch wieder Sonne ins Gemüt –
und neue Kraft ins Haar.

Wichtig für das Selbstbewusstsein
Rein biologisch gesehen braucht der Mensch seine Haare heute eigentlich nicht mehr –
ihre Funktion als Schutz- und Wärmemantel ist nur in der Wildnis von Bedeutung.
In psychologischer Hinsicht setzen Haare hingegen ein deutliches Signal: Sie stehen für Jugendlichkeit, Kraft und Gesundheit und tragen sehr zum Selbstbewusstsein bei.
Beim Thema Haarausfall denken viele an die Glatze, die bei Männern ja durchaus als sexy
gelten kann. Ganz anders bei Frauen: Auch wenn das Ausmaß nicht für jedermann sichtbar ist, beginnt für viele mit dem übermäßigen Verlust von Haaren ein seelischer Leidensdruck,
den Außenstehende häufig nur schwer nachvollziehen können.

Frauen nehmen Haarausfall ernster
Dass sich Frauen das Thema Haarausfall generell sehr zu Herzen nehmen, zeigt eine Studie,
die 1999 von der American Academy of Dermatology vorgestellt wurde: Unter 116 Befragten mit Haarausfall äußerten sich doppelt so viele Frauen wie Männer sehr bestürzt oder besorgt darüber.

Zeit zu handeln
Manchmal hilft schon das Wissen, dass Haarausfall ganz normal und Teil des natürlichen Haarzyklus ist. Zeit zu handeln ist aber, wenn Haare über einen längeren Zeitraum vermehrt ausgehen und dies sichtbare Spuren hinterlässt. Als Faustregel gilt: Bleiben täglich, und das über mehrere Wochen hinweg, mehr als 100 bis 150 Haare in der Bürste oder im Waschbecken zurück, liegt ein ernstzunehmender Haarausfall vor. Allerdings bringt es wenig, akribisch die Haare aus der Bürste oder vom Kopfkissen zu klauben, um sie anschließend zu zählen.
Denn die meisten Frauen erkennen genau, wenn ihre Haare weniger werden.
Mit diesem Problem sind Frauen übrigens nicht allein. Jede fünfte Frau unter 40 wird mit Haarproblemen konfrontiert, bei den über 50-Jährigen ist es sogar jede Dritte.

Anlaufstelle Apotheke: sich Unterstützung holen
Eine erste gute Anlaufstelle bei Haarproblemen ist die Apotheke. Dort gibt geschultes Fachpersonal Antworten auf drängende Fragen und kann bei Bedarf einen spezialisierten Hautarzt empfehlen. Dieser kann mögliche organische Ursachen wie Hormonveränderungen, Krankheiten oder Mangelzustände feststellen. Ist die Ursache des Haarausfalls erkannt und kann gezielt etwas dagegen unternommen werden, verringert dies den Leidensdruck schon erheblich.
Für die symptomatische Behandlung des Haarausfalls stehen Arzneimittel zur Verfügung,
welche die Haarwurzeln von innen oder außen stärken. Hilfreich kann eine Therapie mit Vitaminen der B-Gruppe, Medizinalhefe, Keratin und der Aminosäure Cystin sein, um dem Haar die nötigen Aufbaustoffe zu geben. Bei Frauen mit anlagebedingtem Haarausfall kann der schädigende Einfluss der Hormone auf die Haarwurzel mit Medikamenten, die direkt auf die Kopfhaut aufzutragen sind, gestoppt werden (Wirkstoff z.B. Alfatradiol).

Die Möglichkeiten sind vielfältig
Auch mit Haar-Styling ist einiges zu machen: Gibt es lichtere Stellen, kann der Friseur mit einem geschicktem Schnitt und entsprechendem Styling für Abhilfe sorgen.
Ist der seelische Leidensdruck sehr groß, sollte man gegebenenfalls psychologische Hilfe bei der Problembewältigung in Betracht ziehen, zum Beispiel um die Aufmerksamkeit auf die positiven Aspekte des eigenen Körpers und seine attraktiven Merkmale zu lenken, statt sich von nicht perfektem Haar traurig stimmen zu lassen. Und ist Stress die Ursache des Haarausfalls,
kann man lernen, auf die Bremse zu treten und sich Auszeiten mit mehr Ruhe zu gönnen